Meine Fitness Routine, und Wieso Ich Keine Habe

24. Juli 2017

Viele von euch haben mich in letzter Zeit gefragt, wie eigentlich meine Fitness Routine aussieht. Wie oft ich in der Woche Sport mache, wie lange und welche Workouts. So gerne ich euch eine einfache und präzise Antwort, à la Montags Beine, Dienstags Laufen etc., geben würde – es geht nicht. Denn:

Ich habe keine richtige Fitness Routine.

Oder vielleicht besteht auch gerade darin meine Routine, dass ich genau das mache, worauf ich in dem Moment Lust habe. Nichts desto trotz, erzähle ich Dir sehr gerne, wie mein Fitness Alltag derzeit in etwa aussieht.

Es gab Zeiten, vor ein paar Jahren, da habe ich genau nach Plan trainiert. Hauptsächlich Krafttraining im Fitnessstudio. Ich habe die einzelnen Muskelgruppen auf die Wochentage aufgeteilt und nach einem Split-Plan trainiert. Also zum Beispiel Montags Beine, Dienstags Chest/Triceps, Mittwochs Back/Biceps, usw.
Das habe ich sicherlich für einige Monate durchgezogen und auch gute Resultate erzielt. Aber schon nach kurzer Zeit habe ich die Freude am Sport verloren. Es hat mir keinen Spaß gemacht, genau nach Plan zu trainieren, obwohl ich an einem Legday vielleicht lieber laufen oder zum Kickboxen gegangen wäre. Krafttraining im Studio allein ist mir zu einseitig und erfüllt mich nicht vollständig. Für mich steht seitdem fest:

Ich brauche Abwechslung und Flexibilität.

Heute liebe ich es jeden Tag frei zu entscheiden, wonach mir gerade ist. Das kann ein Spinning Kurs im Fitnessstudio, ein HIIT im Park oder eine dynamische Vinyasssa Yoga Klasse sein. Mir ist es wichtig auf mein Bauchgefühl zu hören und Spaß an Bewegung steht für mich an erster Stelle.

Sicherlich ist das nicht die effektivste Methode, um möglichst schnell Resultate, sei es beim Abnehmen, Muskelaufbau oder um Kondition aufzubauen, zu erzielen. Aber sie fühlt sich für mich genau richtig an. Zumal ich auch derzeit keine konkreten Ziele verfolge: Ich fühle mich rundum wohl wie ich bin und habe gerade keine großen sportlichen Ambitionen.

Ich mache Sport vor allem, weil es mich glücklich macht, gesund und fit hält.

Natürlich möchte ich mich auch herausfordern, Neues lernen und mich weiterentwickeln. So ist eines meiner großen Ziele, beweglicher zu werden. Yoga,  Mobilitäts- und Faszientraining helfen mir dabei ungemein. Außerdem habe ich das Laufen für mich wieder entdeckt. Ich liebe es früh am Morgen an der Elbe entlang zu laufen, wenn noch alles still und friedlich ist und dabei einen Podcast zu hören. Auch hier steht die Freude am Laufen für mich im Vordergrund, ausschließen tue ich aber nicht, dass ich einmal an einem Halbmarathon teilnehmen möchte.

Ich liebe es Neues auszuprobieren und mich weiterzuentwickeln.

Die Freude an dem, was ich tue und meine Neugier, sind sicherlich auch Grund dafür, weshalb ich fast täglich Sport mache. Denn sind wir mal ehrlich, wenn wir täglich ins Fitnessstudio rennen, nur weil das alle tun und weil es angeblich effektiv ist, wir aber keinen Spaß daran haben, dann ist die anfängliche Motivation schnell verflogen. Darum glaube ich auch, dass es so wichtig ist, für sich selbst herauszufinden, welche Sportart einen begeistert und Spaß macht. Nur so bleibst Du am Ball.

Wenn Dir im Moment die Motivation fehlt, schau auch gerne mal bei meinem Blog Post „Be your own Motivation: Wie du es schaffst regelmäßig Sport zu machen“ vorbei.

If you get tired, learn to rest, not to quit. – Banksy 

Früher ist es mir unheimlich schwer gefallen mir bewusst Pausen zu gönnen. War ich doch einmal dazu gezwungen, zum Beispiel durch eine Krankheit, war diese Zeit für mich fast unerträglich.
Zum Glück ist das heute nicht mehr so. Obwohl, wenn ich mich längere Zeit nicht bewegen kann, ich auch heute noch unruhig werde, weil ich mich einfach unausgeglichen fühle. Aber, ich habe kein schlechtes Gewissen. Denn heute weiß ich, in den Ruhephasen wachsen wir, bzw. unsere Muskeln erst, und nicht im Training.

Wenn ich mich also schlapp fühle, Muskelkater habe, oder einfach mal keine Lust habe, dann ist das völlig okay. Dann setzte ich einfach aus und nutze die Zeit als „Quality-time“ für mich und lasse es mir gut gehen.

Ich nehme mir bewusst meine Auszeiten.

Eine typische Trainings Woche gibt es bei mir also nicht, da sie immer variiert. Aber, um Dir trotzdem einen kleinen Einblick zu geben, habe ich ein paar meiner derzeitigen Lieblings Workouts aufgeschrieben:

  • Athletic Workout (Ein funktionales Full Body Workout, das in meinem Fitnessstudio als Kurs angeboten wird)
  • HIIT – High Intensity Interval Training (Ein Full Body Workout für die Kraftausdauer, das ich am liebsten draußen mache und das ich immer variiere. Hier findest Du ein Beispiel HIIT von mir)
  • Krafttraining (Ich trainiere auch gerne im Fitnessstudio. Auch hier variiere ich viel, mache aber gerne komplexe Übungen, wie Squats, Klimmzüge, Push-Ups, Deadlifts, etc.)
  • Yoga (Yoga ist für mich eigentlich kein Sport, auch wenn ein Flow körperlich sehr anstrengend sein kann. Es ist für mich vor allem der perfekte Ausgleich zu meinem Training und hilft mir gelassener und bewusster zu leben. Aber auch Yoga eignet sich sehr wohl um Kraft aufzubauen und natürlich um flexibler zu werden.)
  • Laufen (Derzeit gehe ich etwa 2 mal pro Woche laufen. Meistens sind es rund 10km. Manchmal alleine oder auch gemeinsam mit Freunden.)
  • Kickboxen (Ist für mich perfekt, um mich nach einem anstrengenden Tag auszupowern und den Kopf abzuschalten. Meistens besuche ich hierfür Kurse in meinem Fitnessstudio.)

Das sind für mich die Workouts, die ich im Moment am liebsten mache. Wie oft, hängt stark davon ab, wie ich mich fühle, und wie viel ich sonst zu tun. Etwa 5 mal pro Woche mache ich aber sicherlich Sport (Yoga inbegriffen). Warum? Weil es mir wichtig ist und gut tut. Ganz ohne Bewegung bin ich nach einer gewissen Zeit für mich selbst und mein Umfeld unzumutbar und werde unglücklich. Darum achte ich darauf, mir, wenn es geht. genug Zeit für meinen Sport zu nehmen. Wie das geht? Indem ich Prioritäten setze.

Ich setze Prioritäten und nehme mir Zeit für mein Training.

Ich hoffe Du konntest einen kleinen Einblick in meine „Fitness Routine“ bekommen. Sie ist vermutlich kein Anhaltspunkt, wenn Du ein konkretes Ziel verfolgst, aber dennoch liefert sie Dir eine und vielleicht die wichtigste Message: Habe Spaß, an dem was Du machst und Du wirst Erfolg haben!

In dem Sinne wünsche ich Dir viel Freude beim Training. Wenn Du magst, berichte mir gerne, wie Deine Fitness Routine aussieht. Auch ich lasse mich immer gerne inspirieren. Und wenn Du Fragen hast, zögere nicht mir eine Nachricht zu schreiben oder mich bei Facebook oder Instagram zu kontaktieren.

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5 comments

Paula 25. Juli 2017 at 11:03

Liebe Marilena, das ist ein sehr schöner Artikel! Ich kann das absolut nachvollziehen – ich brauche auch Flexibilität in meinem Trainingsplan. Zwar habe ich eine grobe Richtung, weil es gewisse Ziele gibt, die ich erreichen will, aber ich bleibe dabei offen für den Verlauf meiner Woche und meines Tages. Und wenn ich mich steif und starr vom letzten Krafttraining fühle und es mich nach Yoga zehrt, ist es einfach Quatsch, einen Lauf zu erzwingen 🙂
Hab eine schöne Restwoche
Paula
http://www.laufvernarrt.de

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Marilena 25. Juli 2017 at 16:54

Danke liebe Paula! <3 Das klingt auch sehr ausgewogen und achtsam, was Du machst. Die Freude an der Sache sollte einfach nicht verloren gehen und im besten Fall ganz oben stehen 🙂

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Jil 25. Juli 2017 at 11:34

Mega gut geschrieben! Finde mich da voll wieder 🙂

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Marilena 25. Juli 2017 at 16:53

Vielen Dank Liebes <3 Freue mich schon, wenn wir uns bald treffen!

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Annika 26. Juli 2017 at 8:26

Es ist, als würden wir absichtlich gleiche Themen in unserem Blog aufnehmen 😄 Schöner Artikel und ich kann es super nachvollziehen, dass du keine Routine hast. Ich konzentriere mich aktuell mehr auf mein Schreiben deshalb 4-5 mal die Woche Sport aber mit Plan. 2x Kraft, 2x Laufen so habe ich genug Zeit für anderes aber sehe weiterhin Fortschritte aber mache mir auch keinen Druck mehr 🙂

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